Emel Berk-Pawlitzek Kinder- & Jugendlichenpsychotherapeutin
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ADS/ADHS: Ursachen und Behandlung

ADS/ADHS: Was ist das?

Wenn Ihr Kind von einer Aufmerksamkeitsstörung oder einer Hyperaktivitätsstörung betroffen ist, wird es im Vergleich zu Gleichaltrigen stärkere Auffälligkeiten in den drei Kernbereichen

  • Aufmerksamkeitsstörung
  • Impulsivität
  • Hyperaktivität (bei ADHS)

haben, die als Leitsymptome dieser Verhaltensstörung verstanden werden.

Häufig haben Kinder mit einem ausgeprägten Aufmerksamkeitsdefizit zudem weitere Begleitsymptome, wie z.B. Lern und Schulleistungsstörungen, emotionale Probleme wie Angst, Unsicherheit und ausgeprägte Traurigkeit oder aggressive, aufsässige Verhaltensweisen, die einer kinderpsychotherapeutischen Behandlung bedürfen.

Welche Ursachen gibt es?

Es gibt unterschiedliche Ursachen, die zur Entstehung von ADS/ADHS beitragen können:

  • Belastungen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt
  • Erbliche Ursachen (bei etwa 30% der Kinder die ADS/ADHS haben, hatten oder haben Eltern ähnliche Probleme)
  • Erziehungsprobleme in der Familie oder Schule
  • Andere Belastungen in der Familie oder Schule

Wie wird ADS/ADHS diagnostiziert?

Eltern, Lehrer und das Kind selber werden befragt u.a. anhand von standardisierten Fragebögen.

Zu einer differenzierten Diagnostik zählen weiterhin Intelligenz-, Entwicklungs- und Aufmerksamkeitstests, um mögliche andere Ursachen für das Aufmerksamkeitsdefizit ausschließen zu können.

Heute weiß man, dass nur etwa 3-5% aller Kinder die Diagnosekriterien für ein ADHS erfüllen, daher ist eine sorgfältige Diagnostik unerlässlich und sehr wichtig!

Wie wird ADS/ADHS behandelt?

ADS/ADHS Patienten profitieren besonders von einer multimodalen Therapie, d.h. dass sich die Behandlung auf die Bereiche erstreckt, die von der ADHS Symptomatik betroffen sind:

  • beim Kind selbst (Einzeltherapie, Gruppentherapie)
  • in der Familie (regelmäßige Eltern- und Familiengespräche, Elterntraining in der Gruppe)
  • in der Schule (Lehrergespräche, gezielte Unterstützung der Lehrer im Umgang mit dem Schüler)

Verhaltenstherapeutische Interventionen eignen sich nachweislich besonders für die Behandlung der ADS/ADHS Symptomatik.

Dazu gehören z.B.:

  • Selbstinstruktionstraining (zum Erlernen von Impulskontrolle)
  • Marburger Konzentrationstraining (zum Aufbau von Konzentration und ausdauerndem Arbeiten)
  • Soziales Kompetenztraining in der Gruppe( zum Erlernen von adäquatem Sozialverhalten)
  • Elterntraining (zum Erlernen von Erziehungskompetenzen, die speziell auf die besonderen Bedürfnisse des Kindes mit einer ADS/ADHS Symptomatik abgestimmt sind.)

Falls verhaltenstherapeutische Interventionen nicht hinreichend erfolgreich sind, kann die Kombination mit der Vergabe einer Medikation indiziert sein. Hierzu zählen in erster Linie Präparate mit den Inhaltsstoffen Methylphenidat (Medikinet®, Concerta®, Equasym®), Atomoxetin (Strattera®) sowie Lisdexamfetamin (Elvanse®). Die Aufklärung und Verschreibung erfolgt in der Regel über einen Kinder- und Jugendlichenpsychiater.

Haben Sie Fragen zu dem Themenkomplex ADS/ADHS?

Sie können uns gerne per Telefon (02196 7069199) oder E-Mail unter praxis@berk-pawlitzek.de kontaktieren.

Emel Berk-Pawlitzek
Kinder- & Jugendlichenpsychotherapeutin
Telegrafenstrasse 43
42929 Wermelskirchen

Telefon: 02196 7069199
Fax: 02196 7069198

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