Emel Berk-Pawlitzek Kinder- & Jugendlichenpsychotherapeutin
angststoerungen

Angststörungen

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die Symptome zeigen sich in den Gedanken (diese Kinder  beschäftigen häufig  Gedanken an Gefahren), im Verhalten (Weinen, Weglaufen, Anklammern) und körperlich (Schwitzen, Zittern, Bauchschmerzen,…).

Ausprägung und Symptome verschiedener Angstformen

  • Trennungsangst

    Eltern erleben ihr Kind vor und in Trennungssituationen als extrem ängstlich, was sich in gereizter, aggressiver oder auch apathischer Stimmung äußern kann. Die Kinder haben die Sorge, dass ihren Eltern oder ihnen selbst etwas Schlimmes zustoßen könnte. Aufgrund dessen vermeiden sie es z.B. alleine zu Hause zu bleiben oder in den Kindergarten oder in die Schule zu gehen.

    Begleitet wird das Verhalten auch von psychosomatischen Beschwerden, wie z.B.  Bauch- oder Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen.
  • Schulangst/Schulphobie

    Ursachen hierfür können sein, dass das Kind aus Sorge vor nicht erfüllbaren Leistungsanforderungen (Leistungsangst) oder aus Angst vor sozialen Kontakten (Soziale Ängstlichkeit) den Schulbesuch scheut. Vielleicht liegt die Ursache auch im häuslichen Milieu, zum Beispiel in Trennungsschwierigkeiten vom Elternhaus begründet (Trennungsangst).
  • Leistungsängste

    Bei Leistungsängsten zeigen betroffene Kinder eine ausgeprägte Prüfungs- und Versagensangst. Dabei bereitet den Kindern weniger die Prüfungssituation an sich Angst, sondern vielmehr ihre gedankliche Vorstellung von einem drohenden Misserfolg. Sie sind bereits lange vor einer anstehenden Prüfung aufgeregt, machen sich große Sorgen und neigen zu extrem pessimistischen Annahmen, dass sie es nicht schaffen werden oder sich blamieren. Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, eine besorgte und bedrückte Stimmung dominieren. Typische körperliche (bzw. psychosomatische) Anzeichen sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall am Morgen des Prüfungstages, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Zittern, Harndrang, Schlaf- und Konzentrationsstörungen.
     Bei manchen Jugendlichen kommt es direkt während der Prüfung zu einem „Black-out“; sie können auf einmal nicht mehr richtig denken bzw. sich konzentrieren. Bei dieser Form der Prüfungsangst fehlt ganz oder weitgehend die Versagensangst vor der Prüfung.
  • Phobien

    Kinder, die an einer Phobie leiden, haben Angst vor einem bestimmten Objekt (z.B. Hund), von dem aber keine reale Gefahr ausgeht. Die Konfrontation mit dem Objekt löst eine starke Angstreaktion aus, die sich häufig in Form von Schreien, Anklammern oder Gelähmt sein äußert.
  • Soziale Ängstlichkeit

    Soziale Situationen, in denen sozial ängstliche Kinder auf fremde Erwachsenen oder fremde Kinder treffen, lösen bei ihnen starke Angstreaktionen aus.
    Sie zeigen sich sehr befangen, verlegen oder besorgt, über die Angemessenheit des eigenen Verhaltens gegenüber fremden Personen. Ihre soziale Kontaktfähigkeit ist stark eingeschränkt.  Den Grund ihrer Ängste können sie meist nicht benennen. Allerdings können sie zu Familienmitgliedern und bekannten Gleichaltrigen unbefangene Beziehungen haben.
  • Generalisierte Angststörung

    Verschiedene Lebensbereiche und Situationen versetzen Kinder mit einer generalisierten Angststörung in Stress. Sie machen sich u.a. auch Sorgen über Kleinigkeiten, wie z.B. Unpünktlichkeit, oder Sorgen darüber, sich nicht richtig verhalten zu haben.
    Sie leiden häufig unter Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule, an Ein- und Durchschlafproblemen, Muskelverspannungen oder Nervosität.
  • Panikstörung – Panikattacken aus heiterem Himmel

    Eine Panikstörung ist eine häufige Angststörung bei älteren Jugendlichen, sie kann aber auch im Kindesalter vorkommen.

    Betroffene bekommen ohne Vorwarnung Herzrasen, Schweißausbrüche oder Erstickungsgefühle, die Minuten bis zu Stunden andauern können.

    Häufig treten Panikattacken nach einer Zeit hoher Belastung auf. Es entwickelt sich eine Angst vor der Angst und Orte an denen eine Panikattacke aufgetreten ist, werden daraufhin gemieden.

 

Wie werden Angststörungen behandelt?

Die kognitive Verhaltenstherapie hat zum Ziel, die Gedanken und Verhaltensweisen von Kindern, in den als beängstigend erlebten Situationen zu verändern und dadurch die Angstreaktionen zu reduzieren.

Zentrale Elemente kognitiver Verhaltenstherapie

  • Psychoedukation (die Eltern und das Kind werden über die Erkrankung informiert)
  • Kognitive Interventionen (mit dem Kind wird erarbeitet, wie es seine angstfördernden Gedanken erkennt, überprüft und verändert)
  • Konfrontation in vivo (das Kind wird schrittweise mit Angstsituationen konfrontiert, um die Vermeidung von Angstsituationen zu reduzieren)
  • Soziales Kompetenztraining (positive soziale Fertigkeiten werden eingeübt)
  • Entspannungstrainings (wenn körperliche Symptome im Vordergrund stehen)
  • Hausaufgaben (z.B. Konfrontationsübungen)
  • Elterntraining (Erziehungskompetenzen, die auf die Bedürfnisse des Kindes ausgerichtet sind, werden gestärkt)

 

Haben Sie Fragen zu dem Thema Angststörungen?

Sie können uns gerne telefonisch unter 02196 7069199 oder per E-Mail unter praxis@berk-pawlitzek.de kontaktieren.

Emel Berk-Pawlitzek
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